Mönchspfeffer - schon bei den Mönchen des Mittelalters beliebt

Mönchspfeffer wird schon seit Jahrtausenden für rituelle und medizinische Zwecke verwendet. Er kommt seit Langem als pflanzliches Heilmittel zum Einsatz. Insbesondere soll er hormonelle Ungleichgewichte behandeln können.

Was ist Mönchspfeffer?

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist eine Pflanzenart der Gattung Vitex in der Familie der Lippenblütler. Er wird auch oft als Keuschbaum, Keuschlamm oder Liebfrauenbettstroh bezeichnet. Die Früchte des Gewächses werden auch Keuschlammfrüchte genannt.

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Der Strauch der Mönchspfefferpflanze kann bis zu sechs Meter hoch wachsen. Der Stängel der Pflanze ist vierkantig, die Zweige sind hellbraun. Die Blätter sind groß, handförmig geteilt und auf der Oberseite dunkelgrün und ihre Unterseite ist weiß und filzig. Die Blüten sind klein und tragen die Farbe violette, blau, rosa oder weiß. Außerdem verströmen sie einen starken Geruch. In den Blüten reifen die Früchte heran, welche rundlich, schwärzlich und etwa 2-3 mm groß sind. Optisch ähnelt die Mönchspfefferpflanze dem Hanf, weshalb es leicht zu Verwechslungen kommen kann.

Der Mönchspfeffer blüht im Hochsommer, meist von Juli bis August. Sind die klimatischen Bedingungen jedoch günstig kann er sogar schon ab April blühen.

Ursprünglich verteilte sich der Mönchspfeffer vom Mittelmeerraum über Südwestasien bis zur Krim und bis Pakistan. Wegen seiner medizinischen Bedeutung wird der Mönchspfeffer auch in Mitteleuropa angebaut. Er bevorzugt feuchtes Erdreich und hat es gern etwas wärmer. Deshalb wächst er besonders gerne auf dichten Waldböden oder an Bachläufen.

Die lange Geschichte des Mönchspfeffers

Die Geschichte des Mönchspfeffers geht weit zurück. Er wird schon früh in der griechischen Mythologie erwähnt und auch in christlichem Zusammenhang spielt er eine wichtige Rolle. Angeblich wurde die griechische Göttin Hera, die Gemahlin des Gottes Zeus, unter einem Keuschbaum geboren und vereinigte sich einmal im Jahr mit ihrem Gatten unter dem Strauch. Danach badete sie im Imbrasos und erneuerte so ihre Jungfräulichkeit. Der Mönchspfeffer galt den Griechen deshalb damals als Symbol der keuschen Ehe. Die Frauen Athens schmückten sich und ihre Nachtlager mit den Blüten der Pflanze um ihre Keuschheit zu symbolisieren. Die rot-schwarzen Früchte des Mönchspfeffers wurden als Gewürz und Anaphrodisiakum (lustmindernde Substanz) verwendet.

Hippokrates empfahl schon im 4. Jahrhundert v. Chr. Mönchspfeffer gegen bestimmte Beschwerden , wie Entzündungen und Gebärmuttererkrankungen.

Im Mittelalter wurde der Mönchspfeffer zum Symbol des enthaltsamen Mönchslebens. Die Pflanze wurde in den Klostergärten angebaut und die Samen als Gewürz für Speisen verwendet, da sie einen ähnlichen Geschmack wie Pfeffer haben. Daher kommt der Teil „Pfeffer“ des Namens „Mönchspfeffer“. Der andere Teil des Namens bezieht sich darauf, dass er angeblich sexuelle Lust mindern soll, weswegen vor allem Nonnen und Mönche die Früchte in früheren Zeiten verzehrten, um so die Einhaltung des Zölibates zu erleichtern.

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Mönchspfeffer hat also eine sehr interessante, weit zurückreichende Geschichte. Aber welche Stoffe sind nun eigentlich in dieser Pflanze enthalten?

Inhaltsstoffe

Als pflanzliches Mittel dienen die reifen, getrockneten Früchte des Mönchspfeffers. Sie enthalten unter anderem ätherisches Öl, Diterpene, Flavonoide, Iridoidykloside und Gerbstoffe.
In den getrockneten Früchten sind rund 1,2% ätherische Öle enthalten. Die in den ätherischen Ölen enthaltenen Sabinen sind für den pfeffrigen Geschmack verantwortlich.

Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe. In Pflanzen haben sie Funktionen wie UV-Schutz, das Anlocken von Bestäubern und die Abwehr eines Befalles von Mikroorganismen und Insekten. Im menschlichen Körper sollen Flavonoide ein wirksamer Schutz gegen freie Radikale sein. Sie sollen außerdem antimikrobiell, antiviral und antibakteriell wirken.

Im Mönchspfeffer sind außerdem die Iridoikykoside Aucubin und Agnusid enthalten. Diese sollen ebenfalls gegen freie Radikale wirken. Außerdem sollen sie gegen Viren, Bakterien und Pilze schützen.
Die im Mönchspfeffer enthaltenen natürlichen Gerbstoffe sollen im menschlichen Köper entzündungshemmend wirken.

Es wird angenommen, dass einige Stoffe, die im Mönchspfeffer vorkommen, Einfluss auf die Hypophyse haben. Sie ist an vielen wichtigen Funktionen beteiligt. Sie funktioniert unter anderem als zentrales Steuerungsorgan für viele hormonelle Funktionen im Körper. Der Hypothalamus sendet der Hypophyse verschiedene hormonelle Botenstoffe. Daraufhin schüttet die Hypophyse Hormone aus, die wiederum Drüsen im Körper zur eigenständigen Hormonproduktion anregen. Dieser Einfluss auf die Hypophyse könnte den Effekt von Mönchspfeffer auf den Hormonhaushalt erklären. In geringer Dosis hemmt Mönchspfeffer die Aktivierung von Dopamin-2-Rezeptoren über kompetitive Bindungen, was zu einem leichten Anstieg der Prolaktinfreisetzung führen kann. In höheren Konzentrationen aber, ist die Bindungsaktivität ausreichend, um die Freisetzung von Prolaktin zu hemmen. Es wird vermutet, dass die wirksamen Substanzen vermutlich Diterpene mit hemmender Wirkung auf das Hormon Prolaktin sind.

Prolaktin ist ein Hormon, das vor allem in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ausgeschüttet wird und wichtige Prozesse während der Schwangerschaft anstößt. Es lässt beispielsweise die Brustdrüsen wachsen und regt die Milchbildung an.

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Ein zu hoher Prolaktinspiegel kann jedoch mit gesundheitlichen Folgen einhergehen, die sich negativ auf das Leben der Betroffenen auswirkt.

Menstruationsstörungen und Schmerzen in den Brüsten können beispielsweise auf einen zu hohen Prolaktin-Wert zurückgeführt werden.

Da Mönchspfeffer die Möglichkeit zugedacht wird, hormonelles Ungleichgewicht durch seine Wirkung auf Prolaktin auszugleichen, werden ihm viele mögliche Wirkungen nachgesagt.

Mögliche Anwendungsgebiete

  • Prämenstruelles Syndrom
  • Hormonelle Beschwerden
  • Hautleiden
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Zyklusbedingte Brustschmerzen
  • Antidepressivum bei hormonell bedingter Depression
  • Erektionsstörungen, sexuelle Unlust, Unfruchtbarkeit beim Mann

Diese und viele weitere Anwendungsgebiete werden dem Mönchspfeffer zugedacht. Seine Wirkung beruht auf seiner regulierend eingreifenden Wirkung auf den Hormonhaushalt. Da die oben genannten Beschwerden oft auf einen unausgeglichenen Hormonhaushalt zurück geführt werden können, kann Mönchspfeffer eventuell helfen die Beschwerden zu lindern.

Jedoch sollte beachtet werden, dass obwohl Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Inhaltsstoffe von Mönchspfeffer sich auf den Prolaktinspiegel im Körper auswirken, die Folgen dessen noch nicht vollständig erforscht sind. Die möglichen Behandlungsweisen sind noch nicht so weit erforscht, dass eindeutig gesagt werden kann, welche positiven Folgen sich durch die Einnahme von Mönchspfeffer einstellen.

Bio-Qualität

Heutzutage gibt es eine schier unendliche Anzahl an Nahrungsergänzungsmitteln zu kaufen. In diversen Onlineshops, in Drogeriemärkten oder in Reformhäusern scheint die Auswahl unbegrenzt zu sein. Jedoch sollte man bei der Gesundheit keine Abstriche machen und deshalb die bestmögliche Qualität an Nahrungsergänzungsmitteln wählen. Deshalb sollte bei Nahrungsergänzungsmitteln, wann immer möglich, zu zertifizierten Bio-Produkten gegriffen werden, da hier regelmäßige, unabhängige Kontrollen durchgeführt werden. So kann sichergestellt werden, dass die Produkte keine Schadstoffe enthalten.

Nebenwirkungen

Mönchspfeffer ist ein pflanzliches Mittel, das in der Regel sehr gut vertragen wird. Jedoch können trotzdem Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder Juckreiz auftreten. Vereinzelt sind auch Allergien gegen Mönchspfeffer möglich, welche aber sehr selten sind. Bei starken Symptomen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden! Schwangere und stillende Personen sollten Mönchspfeffer nicht einnehmen, genauso wie Personen, die Medikamente mit Dopamin-Antagonisten und Dopamin-Agonisten nehmen, da es hier zu Wechselwirkungen kommen kann. Frauen, die Antiöstrogene nehmen oder einen östrogenabhängigen Tumor hatten, z.B. Brustkrebs, oder eine Hypophysen-Störung haben oder hatten, sollten ebenfalls auf Mönchspfeffer verzichten.

Um Nebenwirkungen zu vermeiden, ist es besonders wichtig die Präparate korrekt einzunehmen und zu dosieren. Deshalb sollte sich unbedingt an die Einnahmeanweisung des Herstellers gehalten werden. Um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden, sprechen sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Mönchspfeffer von Maison Naturelle

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Die Mönchspfeffer-Kapseln von Maison Naturelle sind 100% vegan und 100% Bio.

Maison Naturelle setzt bei der Herstellung der Produkte auf beste Rohstoffe. Wann immer es möglich ist, setzen wir auf Qualität aus Deutschland. Nur Rohstoffe, die in Deutschland nicht natürlich vorkommen, beziehen wir aus dem Ausland. Dabei achten wir natürlich stets darauf, unsere Rohstoffe von vertrauenswürdigen Partnern zu beziehen, an die wir höchste Qualitätsanforderungen stellen. Unseren Mönchspfeffer beziehen wir aus Frankreich – und setzen hier natürlich wieder auf Bioqualität!

Unsere Nahrungsergänzungsmittel sind frei von zugesetzten Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen.


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