Lebensmittelunverträglichkeit: Trend? (Teil 1)

Heutzutage ist es fast üblich, dass man nicht mehr für alle das Selbe kochen kann, da mindestens eine Person eine Unverträglichkeit hat. Somit wird der gemeinsame Abend oft zum Spießrutenlauf. Doch bringt der Wandel der Zeit die Lebensmittelallergien oder sind Selbstdiagnosen schlicht und einfach falsch?

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Durch medizinische Fortschritte ist es heutzutage sehr einfach eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu erkennen und zu behandeln, sofern der Bedarf besteht. Doch nicht immer hat man eine Lebensmittelunverträglichkeit von Geburt an, sondern bekommt diese im Laufe der Jahre beigebracht und vorgelebt. Haben die Eltern eine Laktoseintoleranz, bekommt das Kind meist keine Nahrung mehr mit Laktose und ist plötzlich auch laktoseintolerant, obwohl diese Intoleranz gar nicht nachgewiesen wurde.

Sicher ist, dass mehr Unverträglichkeiten durch Tests nachgewiesen werden können und dadurch auch die Zahlen ansteigen. Doch unsere Gesellschaft lebt uns genau das vor, denn der Aufdruck „frei von“ wird automatisch als besseres Lebensmittel angesehen. Denn Sojamilch „frei von Laktose“ ist besser als Kuhmilch, zumindest für das Tierwohl. Doch das bringt ebenfalls mit sich, das auf viele Lebensmittel verzichtet wird, da man augenscheinlich etwas nicht mehr verträgt und man dann schlicht und einfach die Selbstdiagnose stellt.

Trotzdem sollten Unverträglichkeiten nicht unterschätzt werden, denn Betroffene leiden, egal ob selbst diagnostiziert oder nachgewiesen. 

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Zu den häufigsten Nahrungsunverträglichkeiten gehören:

Laktoseintoleranz: Der Körper verträgt keinen Milchzucker (Laktose) mehr, da ein Enzym namens Laktase fehlt. Häufiger werden Frauen im Laufe des Lebens intolerant, da die Enzymproduktion herunterfährt. Eine angeborene Laktoseintoleranz ist hingegen eher selten.

Fruktoseintoleranz: Es kann kein oder nur noch sehr wenig Fruchtzucker vom Körper vertragen werden, Gründe gibt es hierfür zwei: Zum einen die Fruktosemalabsorption und zum anderen die Hereditäre Fruktoseintoleranz. 

Histaminintoleranz: Der Körper reagiert auf erhöhte Mengen von Histamin, welches unser Körper selbst produzieren kann oder mit der Nahrung aufgenommen wird. Eine Histaminintoleranz zeigt sich durch sehr unangenehme Symptome wie Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden und noch vielem mehr.

Zöliakie: Gluten, auch Klebereiweiß genannt, wird von unserem Körper nicht mehr vertragen. Das heißt, dass die Aufnahme verschiedener Getreidesorten zu einer Entzündung des Dünndarms führt. Eine genetische Veranlagung erhöht das Risiko an einer Glutenunverträglichkeit zu erkranken.


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