Lebensmittelunverträglichkeit Teil 4: Histaminintoleranz

Bei einer Histaminintoleranz reagiert der Körper auf erhöhte Mengen von Histamin unverträglich, welches dann zu verschiedenen Symptomen führt. Das sogenannte biogene Amin wird in verschiedenen Zellen wie Mastzellen, Blutplättchen und Nervenzellen aus dem Eiweißbaustein Histidin gebildet und anschließend in diesen Zellen gespeichert. Das heißt also, unser Körper kann es selbst produzieren, wir können es aber auch mit der Nahrung aufnehmen. 

Histamin ist als biologischer Botenstoff an verschiedenen Prozessen in unserem Körper beteiligt und regt zum Beispiel die Magensaftsekretion an, erweitert die Blutgefäße und senkt den Blutdruck. Zudem reguliert Histamin als Nervenbotenstoff den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Appetitkontrolle, die Lernfähigkeit, die Emotionen und das Gedächtnis. 

Auch die Beteiligung an entzündlichen oder allergischen Immunreaktionen ist einer der Hauptauslöser für Allergien. Bei Allergien werden überdurchschnittlich viele Histamine ausgeschüttet, die dann für die typischen Beschwerden einer Allergie verantwortlich sind. 

Allerdings kann der Körper bei einer Histaminintoleranz das mit der Nahrung eintreffende Histamin nicht abbauen, wie es eigentlich vorgesehen ist. Dies führt dann zu unangenehmen Symptomen wie Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden, Herzklopfen, Kurzatmigkeit und geschwollenen Augen oder auch zu vielen verschiedenen Symptomen in verschiedenen Körperbereichen. Der Auslöser hierfür sind unsere Zellen und Organe, denn diese besitzen Andockstellen für das Histamin und dadurch kann an verschiedenen Körperregionen das Histamin andocken und Reaktionen auslösen. Gerade deshalb ist es auch nicht einfach, diese Intoleranz zu diagnostizieren, da die Symptome je nach Person sehr unterschiedlich sind und nicht immer auf eine Histaminintoleranz deuten. 

Histaminintoleranz Blogbeitrag Maison Naturelle

Histamin ist in vielen Lebensmitteln enthalten, vor allem in mikrobiell produzierten Nahrungsmitteln, wie lang gereiftem Käse, Wein oder Sauerkraut. Durch Reifungs-, Fermentations-, und Gärungsprozesse wird der Histamingehalt deutlich gesteigert, da viele Bakterien und Hefen in der Lage dazu sind, Histidin (auch als Vorläufer des Histamins bezeichnet) freizusetzen. Besonders histaminreiche Lebensmittel sind: Thunfisch, Hering, Gouda, Emmentaler, Parmesan, Salami, Spinat, Sauerkraut, Rotwein, Weißwein und auch Hefepräparate. Zudem gibt es noch Lebensmittel, sogenannte Histaminliberatoren, die dazu führen, dass Histamin aus unserem Körper freigesetzt wird und somit zum Anstieg des Histamin Gehalts führen. Histaminliberatoren sind: Erdbeeren, Pflaumen, Tomaten, Kiwis, Zitrusfrüchte, Schokolade, Meeresfrüchte, Nüsse und Eier. 


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